Schnitzel (1): Verfalldatum 13-Dez-2006

Original: http://lamiacucina.blog/2007/07/03/schnitzel-verfalldatum/
Datum: 2007-07-03T04:00:25+02:00
Geändert: 2020-02-19T16:32:53+02:00
Kategorien: Fleisch
Schlagworte: Schwein, Wienerschnitzel

Ripplischnitzel Wiener Art_edGeräuchtes Schweinsrippli (Kasseler) 600 g, Verfalldatum: 13.12.2006. Zuunterst im Tiefkühler. Übersehen. Vergessen. Nun ist Sommer. Immer tiefgekühlt, sollte noch gut sein. Was machen ? Rippli mit Sauerkraut ? Rippli mit Dörrbohnen ? Rippli kalt aufgeschnitten mit Senf? Die Lust auf Winterrippli hält sich in Grenzen. Schnitzelspezialistin Frau L. löst das Problem wie folgt: Sie kocht das Rippli wie üblich direkt im Vakuumbeutel, nach dem Erkalten schneidet Sie es fein auf, paniert und brät es letzlich wie ein Wienerschnitzel. Warm oder kalt zu essen mit Zitronensaft beträufelt. Ein wunderbares Sommergericht. Da erbleicht jedes Wienerschnitzel. Die österreichischen Nationalheiligtümer beginnen langsam zu wanken (siehe Sachertorte). Und das ist noch nicht alles, Morgen gehts weiter mit der Verwertung zweitem Teil. Noch Schöner. Da hauen wir ein französisches Regionalgericht in die Pfanne. zum Rezept:

Zutaten
1 Kasseler Rippchen geräucht (ca. 600g), eingeschweisst in kräftige Metzger-Vakuumfolie und aufgetaut. Das Verfalldatum muss nicht unbedingt abgelaufen sein.
Für die Panüre: Paniermehl, vom selbstgemachten !!!, 1 Ei, Zitronenabrieb, Mehl
reichlich Bratbutter zum Ausbacken

Zubereitung
(1) Das Kasseler Rippchen ungeöffnet im Vakuumbeutel bei 80°C im Wasserbad während 45 Minuten (je nach Grösse) ziehen, anschliessend erkalten lassen.
(2) Öffnen, den Fleischsaft auffangen, nicht wegwerfen !!!, durch ein Melitta-Kaffeefilter klarfiltrieren und für das nächste Gericht (Morgen) kühlstellen.
(3) Das Fleisch fein (3-4mm dick) aufschneiden, die eine Hälfte für die Schnitzel verwenden, die andere für das nächste Gericht (Morgen) kühlstellen.
(4) Jede Rippchenscheibe wie üblich (muss ich es erklären?) durch Mehl, danach durch Ei ziehen, Zitronenschale beidseitig draufraspeln und zuletzt durch das Paniermehl ziehen, die Brösel gut andrücken und sofort ausbacken (verträgt im Unterschied zum Wienerschnitzel kein Zwischenlagern). Nicht zu heiss, Geduld, damit die Panüre nicht verbrennt.