Auch ein food-blogger hat Lieblingsrezepte. Und diese Lieblingsrezepte schreien von Zeit zu Zeit nach Wiederholung. Ich kann nicht jeden Tag nur Neues kochen. Und Pici sind nun mal meine Lieblingsnudeln. Jede einzelne von Hand gerollt.
Die Primadonna aller Nudeln. Vorgestern haben sie so geschrien, dass ich einfach welche machen musste, genau nach Rezept, ausser dass ich den Teig schon nach 3 Stunden Ruhezeit im Kühlschrank verarbeitet habe.
Der Teig liess sich so gut bearbeiten wie noch nie: in knapp 2 Stunden hatte ich 500g fertige Pici im Trockenen. Im Rezept schrieb ich, dass man sie nicht fotografieren könne, weil sie zu schnell aufgegessen seien. Frau L., die mir bei allen andern Gerichten sonst immer die Hälfte Ihres Tellers rüberschiebt, hat keine Hemmungen, die ganze Platte Pici allein zu essen. Diesmal hab ich sie überlistet. Nebenan der Beleg: Mein Fototeller.
Picis kann man nicht einfach so runterschlingen, nein da gehört die passende Musik dazu. Maria Callas, die Primadonna assoluta singt Casta Diva. Aus Norma. Vinzenzo Bellini. Wer sich die Zeit nimmt hinzuhören, dem wirds gleichzeitig heiss und kalt den Rücken runterlaufen. Unglaublich schön. Das ersetzt sogar die Picis für jene, die keine Picis vor sich im Teller haben. Maria Callas Hören. (Dauert einige Sekunden bis im icon links der play-Knopf erscheint). Ein weiterer Versuch zu meinem Lieblingsthema “To strike a blow for civilization”. Hoffentlich schlägt er ein.