F-13000 Marseille/ F-13260 Cassis (2)

Original: http://lamiacucina.blog/2021/11/06/f-13000-marseille-f-13260-cassis-2/
Datum: 2021-11-06T05:45:00+01:00
Geändert: 2021-11-06T08:50:12+01:00
Kategorien: Besuch in..
Schlagworte: Marseille

Ausflug nach Cassis und Wanderung im Nationalpark Calanques. Die Calanques sind fjordähnliche Buchten im Kalkgestein des Mittelmeers. Sie sind seit 2012 in einem Nationalpark geschützt und liegen rund 20 Kilometer entlang der Küste zwischen Marseille und Cassis. Im kleinen Fischerstädtchen Cassis besuchten wir den Markt. Etwa zwei Dutzend Stände, am Hafen bieten Fischer täglich ihren Fang an. Eine Augenfreude.

Es fiel mir schwer, nichts einzukaufen, doch eine anstrengende Wanderung in die Calanques stand bevor. Zunächst zur Calanque Port Miou, die früher als Steinbruch benutzt wurde, ganz Marseille wurde aus deren Steinen erbaut. Heute dient sie als Seglerhafen.

Vorne, am Zugang zum Meer, sieht Port Miou viel hübscher aus.

Der Blick auf das östlich gelegene Cap Canaille ist hinreissend.

Mittagessen aus dem Rucksack in der Calanque Port Pin. Zufällig 🙂 hatte ich die Badehose eingepackt und konnte mich bei angenehmster Temperatur mit ein paar Zügen im Meer erfrischen.

Herr L., mitte links mit Brille, Bauch und Badehose aus dem Jahr 1985

Nach der Mittagsrast gings den Berg steil hoch, mit vielen Zwischenhalten. Zeit für botanische Betrachtungen und Erläuterungen der Eigenheiten der Flora in den Calanques. Inmitten der Macchia u.a. Aleppoföhren, Strandföhren, Stech-Wacholder, Phönizischer Wacholder, stacheliger Dornginster, kleinblütiger Stechginster, Mastix-strauch, Terebinthe, Kermeseichen und echter Thymian. Da wir dafür zuviel Zeit benötigten, blieb uns nur noch der Blick hinab in die Schönste der Calanques, die Calanque d’En-Vau. Der Abstieg in die tiefe Schlucht hätte zu lange gedauert.

Nach der Rückkehr nach Cassis folgte eine Dichterlesung und ein Empfang im kleinen Amphitheater der Camargo-Foundation. Die Gründung eines amerikanischen Eisenbahn-Milliardärs und Philanthropen, die Schriftstellern, Musikern, Künstlern und Wissenschaftlern einen mehrmonatigen Aufenthalt an schönster Lage am Meer zur Verfolgung und Entwicklung ihrer Projekte finanziert. Nach diesem anstrengenden Tag hatten auch wir uns einen Pastis am Ufer verdient. Nachdenken, mit welchem wissenschaftlich-geistigen Projekt ich mich bei der Foundation um einen Aufenthalt bewerben könnte. Doch trotz hochgeistigem Pastis fiel mir dazu nichts ein. Ausser ein bisserl Kochen kann ich ja nichts.

Gutes Nachtessen mit der Gruppe im Yachtclub Cassis.

Fortsetzung folgt.