Alle Jahre wieder: Vogel Gryff. Der höchste Kleinbasler Feiertag. Mit der von Böllerschüssen begleiteten Flossfahrt des Wilden Mannes. Dessen Anlegen am Ufer im Klingental. Wiedersehen mit Leu und Vogel Gryff und danach die rituellen Tänzchen vor schwarzgewandeten Honoratioren und dem Publikum bis spät in die Nacht. Über die Hintergründe dieses Brauchtums habe ich in einem früheren Artikel bereits ausführlich berichtet.
Für einmal entschloss ich mich, zu Hause zu bleiben, und dem Treiben vom Fenster aus zuzusehen. Die kleine Bequemlichkeit darf man sich ja ab und zu gönnen.
Indessen dampfte in der Küche die Mehlsuppe (mit reichlich wärmendem Rotwein drin) neben den Faschtewaije vor sich hin.
Und kaum war der Spuk vorüber, die Suppe gegessen, hat mir der bequeme Blick von oben hinab doch keine Ruhe gelassen. So richtig drin ist eben nur der, welcher sich in der Menge, auf Augenhöhe, aufhält. Gegen Abend bin ich noch kurz raus. Leider wars dann für vernünftige Bilder schon zu dunkel.