Jedes Frühjahr muss ich einmal nach Zürich. Früher mit, heute ohne Frau L. Eine Reise aus der beschaulichen Provinzstadt in die lärmige Grossstadt. Die drei Stunden Aufenthalt nutze ich zu einem Rundgang, immer darauf bedacht, dem hektischen Treiben auszuweichen.
Neues gibts nicht viel zu berichten. Baumaschinen auf dem Münsterplatz und anderswo. Neue Hochhäuser. Neuer Beton. Neue Quartiere. Eine neue Aussichtsplattform am See, welche die Aussicht auf diese Hässlichkeiten verdeckt. Ein wohltuender Ausblick in die Weite:

St. Peter steht hingegen fest und unverändert am alten Platz:
Der alte Alfred Escher am Bahnhofsplatz hat seinen Ruhmeskranz immer noch nicht aufs Haupt gedrückt erhalten:
Sonst viel junges, beruhigendes Grün auf Plätzen:
und in stillen Winkeln:
Schwarzenbachs Kolonialwarenladen, Wurst-Prétôt an der Kuttelgasse, Küchen-Sibler sowie der renovierte Lebensmittel-Globus sind jedesmal einen Besuch wert:
Für die mehr oder weniger verlockenden Essensangebote der grossen Stadt blieb keine Zeit. Ich musste wieder nach Hause, kochen. Da weiss man, wie es schmeckt.