CH-4719 Ramiswil: Mühle

Original: http://lamiacucina.blog/2014/03/23/ch-4719-ramiswil-muhle/
Datum: 2014-03-23T06:00:47+01:00
Geändert: 2020-02-04T14:49:26+02:00
Kategorien: Besuch in..
Schlagworte: Mühlentag

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Gesundheitlich immer noch leicht angeschlagen, kommen wir derzeit nicht zum Ausreisen. Bei der Durchsicht alter Aufnahmen aus dem Jahre 2012 bin ich auf eine Serie nicht ganz geglückter Bilder gestossen, die ich damals auf die Wartebank geschoben hatte. Irgendwann wollte ich die Objekte nochmals neu aufnehmen. Dazu ist es nie gekommen, wie bei Allem, das man auf die Wartebank schiebt. Nun denn, ewig will ich die treuen Leser meiner Sonntagsrubrik nicht warten lassen. Raus damit.

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Die Mühle Ramiswil liegt direkt an der Passwangstrasse hinter Mümliswil. Sie wurde im Jahr 1596 von Hans Gasser erbaut und von seinen Nachfolgern bis gegen Ende des letzten Jahrhunderts betrieben. Der letzte Müller verkaufte 1990 das historisch wertvolle und unter Schutz stehende Gebäude der Einwohnergemeinde des Dorfes. 1917 wurde die Mühleeinrichtung modernisiert und anstelle des Wasserrades eine Turbine eingebaut. Seit der Stillegung der Mühle wird die Turbine als Kleinkraftwerk weiterbetrieben und erzeugt jährlich ca. 30’000 kW Strom, der ins Netz der lokalen Elektrizitätsversorgung eingespiesen wird.

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Das Turbinenrad der längst verschwundenen Firma O. Meyer, Solothurn, dreht immer noch

1953 stiess man bei Reparaturarbeiten an der Nordfassade unter dem Verputz auf Farbreste des ursprünglichen Renaissance-Fassadenschmuckes aus dem Erbauungsjahr der Mühle (1596), eine Malerei mit Caput mortuum, einem alten Pigment der Alchimisten des 15. Jahrhunderts. Die Renovationsarbeiten legten zudem  ein perfekt gegliedertes Fenstersystem in gotischer Staffelung und mit Fenstersäulen, sowie das ursprüngliche Balkenwerk auf der Giebelseite frei.

Um in den Dachstuhl zu gelangen, müssen Besucher über mehrere alte Treppen hochsteigen.

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Der Dachstock aus dem Jahre 1778

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Für uns eine Treppe, für den Holzwurm Nahrung

Dabei wäre eine Fahrt mit dem genialen Mühlenbremsfahrstuhl viel bequemer gewesen.

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Selbst das Mahlgut darf Lift fahren. Hier mit dem Gurtbecherwerk (Elevator): Metallbechern, die an vertikal laufenden Ledergurten befestigt sind, und das Transportgut in die Höhe bringen.

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Elevator, auf der Rückfahrtsseite

Reiz einer vergangenen Technik

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Räder, Riemen und Transmissionen

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Der Rollgang dient zum Schälen von Getreide

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Das Herz jeder Mühle, der Mahlstein

Ein Plansichter dient in der Mühle zur Trennung der Kornbestandteile, die nach der Mahlung anfallen.

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Detail eines Plansichters. Die Schläuche fehlen an den Stutzen.

Bei der Herstellung von hellen Mehlen ist es das Ziel des Müllers, möglichst viele Schalenteilchen (Kleie) vom Mehlkörper aus dem Inneren des Korns abzutrennen.

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Auch wenn es sich heute ausgemahlen hat in der Mühle: Ausmahleten meint eines der Endprodukte

Quellen:
Mühle Ramiswil