CH-7545 Guarda: Häuser

Original: http://lamiacucina.blog/2013/10/13/ch-7545-guarda-hauser/
Datum: 2013-10-13T05:00:23+01:00
Geändert: 2013-10-13T05:32:19+01:00
Kategorien: Besuch in..
Schlagworte: Keine

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Guarda liegt im Unterengadin auf einer sonnigen Terrasse, nordseitig hoch über dem Inntal. 164 Einwohner. Hier stehen rund 70, teils prächtige, sgraffito-geschmückte Engadinerhäuser aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

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Der Ort ist nahezu autofrei, das Ortsbild gut erhalten, Guarda zählt zu den architektonisch wertvollsten Dörfern der Schweiz und steht unter nationalem Schutz. Heute ist Guarda jedoch zunehmend vom Aussterben bedroht; immer mehr Bewohner suchen ihr Auskommen in grösseren Ortschaften oder Städten. Von etwas Landwirtschaft und etwas Tourismus mögen nur noch Wenige zu überleben.

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Das Dorf ist in der Schweiz vor allem bekannt durch die Bildergeschichte des “Schellenursli”. Hin und wieder sieht man Touristen, die verstohlen das Buch konsultieren, um die Häuser in der Geschichte mit der Realität zu vergleichen. Die Geschichte spielt im Dorf und handelt vom Brauch des „Chalandamarz“, der alljährlich am 1. März durchgeführt wird. In einem Umzug durchs Dorf vertreiben die Kinder mit Kuhglockengeläut den Winter. Ursli, die Hauptperson der Geschichte, erhält bei der Verteilung der Glocken nur ein kleines Geissenglöckchen und wird deshalb von den andern Buben gehänselt und darf nur am Ende des Zuges mitlaufen. Am Tag vor Chalandamarz erinnert er sich, dass in der sommerlichen Alphütte der Eltern noch eine grosse Kuhglocke hängt. Durch tiefen Schnee watet er in die verschneite Maiensäss hinauf. Indessen wird es dunkel, der kleine Ursli wird vermisst, das ganze Dorf sucht ihn besorgt, aber erfolglos. Am nächsten Tag kehrt er mit der schweren Glocke ins Dorf zurück, alle sind erleichtert. Da er nun die grösste Glocke hat, darf er den Umzug anführen.

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Unter argwöhnischer Beobachtung

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Kaffeepause im herrlich altmodischen Hotel Meisser.

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Jugendstil-Speisesaal im “Meisser” aus der Jahrhundertwende (1893)

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Eine der Inschriften besagt auf deutsch übersetzt: Wir errichten schöne Häuser und wissen, dass wir nicht ewig bleiben; an den Ort, wo wir für immer zu bleiben hingehen, denken wir aber nur selten.