CH-3073 Gümligen: Verschlossene Schlösser

Original: http://lamiacucina.blog/2013/05/12/ch-3073-gumligen-verschlossene-schlosser/
Datum: 2013-05-12T05:00:35+01:00
Geändert: 2013-05-09T18:17:40+01:00
Kategorien: Besuch in..
Schlagworte: Keine

CH-3073 Gümligen 2013 05 02_0183

Mittagessen in der Brasserie Bärengraben in Bern. Danach die Feststellung, dass die jungen Bärlein Ursina und Berna seit unserm letzten Besuch grösser, nicht hübscher geworden, aber wenigstens noch da sind. Anschliessend gings auf Umwegen ins Emmental, wie jedes Jahr der Geranien wegen. In Gümligen, einem Vorort von Bern, wollten wir zudem Schlösser gucken gehen. Kein einfaches Unterfangen, da die Gümliger Schlösser fest verschlossen sind und neugierige Besucher mittels Mauern, Hecken und Toren auf Distanz gehalten werden.

CH-3073 Gümligen 2013 05 02_0179

Ursina oder Berna ? Jedenfalls nass

Das Schloss Gümligen wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter dem Architekten Albrecht Stürler für den Sohn des Postunternehmers Beat Fischer erbaut und ist einer der schönsten Berner Landsitze aus diesem Jahrhundert.
Da der Bau die finanziellen Möglichkeiten Fischers letztlich überstieg, musste er das prunkvolle Schloss schon 1742 wieder verkaufen. Nach mehreren Handwechseln innerhalb der Berner Aristokratie wurde das Schloss im Jahre 1998 an einen Medizinalgeräteunternehmer aus Burgdorf verkauft, der es sorgfältig renovieren liess.

CH-3073 Gümligen 2013 01 08_9224

Schloss Gümligen: Kein Hineinkommen

Im Zweiten Weltkrieg diente das Schloss von 1939 bis 1941 als Hauptquartier des Generals Henri Guisan. Ein älterer Filmbericht des Schweizer Fernsehens gibt Einblicke in das Innere.

Gleich nebenan liegt das Hofgut Gümligen, ein barocker Berner Herrensitz (eine sog. Campagne), die vom selben Bauherrn wie Schloss Gümligen, 1741 erbaut, und 1754 gleich wieder verkauft wurde (verkauft werden musste).

CH-3073 Gümligen 2013 05 02_0186

Campagne Hofgut Gümligen

CH-3073 Gümligen 2013 05 02_0187

Campagne Hofgut Gümligen

Nach mehreren Handwechseln wurde das Gut 1930 von einer Immobiliengesellschaft erworben, später in eine Stiftung im Besitz der Gas&Immobilien-Gruppe Carba eingebracht. Von aussen durchs vergitterte Tor zu erspähen sind das Haupthaus mit dem kleinen Glockenturm auf dem Dachfirst und die barocken «Trompe l’oeil»-Malereien im Innenhof sowie der prächtige Garten in Südlage.

CH-3073 Gümligen 2013 05 02_0184

Hofgut Gümlign: Blick über die Hecke in den Garten

Weitere Bilder gibts bei der carba-Stiftung Hofgut Gümligen. Haben wir uns in Gümligen halt die Scheiterbeigen der umliegenden Bauernhäuser angeschaut. Auch ganz nett.

CH-3073 Gümligen 2013 01 08_9225

Eine schöne Holzbeige in Gümligen

Quellen:
Wolf Maync: Bernische Campagnen, VDB-Verlag, 1980
Wolf Maync: Bernische Wohnschlösser, VDB-Verlag, 1979