CH-5620 Bremgarten: Unterstadt

Original: http://lamiacucina.blog/2011/06/05/ch-5620-bremgarten-unterstadt/
Datum: 2011-06-05T04:00:54+02:00
Geändert: 2011-06-03T17:50:06+02:00
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Bremgarten: Blick von der Holzbrücke Richtung Unterstadt und Hexenturm

Im ersten Teil bin ich bei der Eroberung des Aargaus 1415 durch die Eidgenossen stecken geblieben. Bremgarten wäre lieber unter der Macht und wohlorganisierten Ordnung der Habsburger, den Gründern ihrer Stadt, geblieben. Das Angebot der Eidgenossen, dem Bund als selbständiger Ort beizutreten, wurde von den Stadtoberen zurückgewiesen. Trotzdem behielt Bremgarten auch unter den Eidgenossen seine weitgehende Selbständigkeit bei, die es schon unter den Habsburgern genossen hatte. Dank seiner Finanzkraft erwarb es bis ins Jahr 1522 die Herrschaftsrechte über einzelne umliegende Gemeinden und besass damit eigenes Untertanengebiet.

Die gedeckte Reussbrücke ist ein wesentlicher Bestandteil des malerischen Stadtbildes von Bremgarten. Die erste Brücke auf hölzernen Pfahljochen wurde schon 1281 erwähnt. Die heutige Brücke ist eine Kopie der 1953 abgebrochenen Holzbrücke. Die alten Reusstore sind verschwunden; letzter Rest der Befestigung ist das Bollhaus, mit dem Stadtwappen, dem Habsburger Löwen.

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Bollhaus der Holzbrücke mit dem alten Stammwappen derer von Habsburg

Die städtische Wirtschaft war durch ihr Handwerk geprägt, ohne jedoch überregionale Ausstrahlung zu erlangen. Zu gering war der Warenverkehr, zu übermächtig die Konkurrenz aus Zürich.

Der Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft im Frühjahr 1798 brachte für Bremgarten das Ende der bisherigen Sonderstellung und Selbständigkeit. Die Untertanen wurden frei. Bremgarten stieg zu einem gewöhnlichen Landstädtchen mit Weihnachtsmarkt und Operette ab.

Zu Füssen der Oberstadt liegt die Unterstadt (welch scharfsichtige Erkenntnis). Zentral der Kirchenbezirk, ein geschlossenes Ensemble von kirchlichen Bauten. Um die Stadtkirche St. Nikolaus gruppieren sich neben den verschiedenen Pfrundhäusern drei weitere Kapellen. Alles in sanftem Barock.

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Stadtmauer, Konifere und Stadtkirche, die letzteren himmelwärts strebend

Das Kornhaus, nahe dem Warenumschlagplatz an der Reuss, wurde 1687 als städtisches Lagerhaus errichtet. Darum wird es heute noch als “Neubau” bezeichnet. Durch die breit gefassten Rundportale konnten grosse Wagen ein- und ausfahren.

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Bremgarten: Kornhaus

Noch ein Brunnen von Meister Hans Murer, im Jahre 1570 aufgerichtet.

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Bremgarten: Brunnen vor dem Kornhaus

In der Unterstadt wohnten die einfachen Handwerker. Das ist noch heute an den Häusern ablesbar.

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Bremgarten: Blick in die Spiegelgasse

Der Hexenturm dürfte aus dem 14. Jahrhundert stammen. Der bollwerkartige Rundturm erhebt sich vor der Südwestecke der Unterstadtmauer direkt über dem Reussufer. Die Mauer ist im Erdgeschoss 3 Meter dick und 22 Meter hoch. Hexen und Kirchen. Passt.

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