
Fährt man, vom Oberengadin her kommend, das Bergell hinunter, so überschreitet man in Castasegna die Landesgrenze. Hier beginnt das Valchiavenna als natürliche Fortsetzung des schweizerischen Val Bregaglia. Nach wenigen Kilometern erreicht man Chiavenna. Chiavenna, ein alter Transitort; hier teilen sich die altrömischen Passrouten entweder über den Splügenpass oder den Septimer-Saumpfad. Beide enden an der Julier-Route. Für uns ist Chiavenna eines der schönsten Alpenstädtchen, Italianità alpin.
Die ganze Altstadt ist bequem zu Fuss zu durchwandern und birgt eine Fülle von Sehens- und Esswürdigkeiten. Zuviel um hier alles aufzuzählen. Allein die Hauptstrasse Via Dolzino. An der Piazza Castello beginnt man den Rundgang, mächtig die Fassaden des 1525 durch die Bündner zerstörten Palastes der Grafen Balbiani. Vorbei am Palazzo Salis, einem im 18. Jhdt. errichteten Sitzes des damals mächtigen Schweizerischen Geschlechtes der von Salis. (Heute B&B). Gegenüber in der Macelleria del Curto winkt guter Bresaola. Linkerhand das Ristorante Passerini, seit Jahren das beste Lokal in der Stadt. Weiter unten das Caffè Svizzero, mit gutem Espresso und sauberen….
| Chiavenna: Palazzo Salis | Chiavenna: Via Dolzino |
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| Funghi Porcini bei Martino | Chiavenna, San Lorenzo |
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Dann der Wein- und Spezereihändler Marino del Curto. Ein (teures) Paradies für Schlemmer mit einer sehr grossen Auswahl an Veltliner- und italienischen Weinen sowie schönsten getrockneten Steinpilzen in allen Qualitätsabstufungen…und…und bis zum unter Stadttor Santa Maria, ein 1741 zu Ehren von Ercole von Salis erbautes Ehrentor.
An der Piazza Pestalozzi (Headerbild), im Gedenken an einen 1848er Freiheitshelden, Zwischenhalt mit einem lokalen Bier der Spluga-Brauerei, bevor wir uns über die Mera-Brücke (CH: Maira), vorbei am von den Österreichern entliehenen St. Nepomuk auf die Oltremera-Seite begeben, allwo an der via Bossi der Besuch beim nächsten Spezerei-Händler, der mit den guten getrockneten Tomaten, fällig wird. Vor dem Mittagessen bei Passerini oder dem Ristorante Cenacolo (Veltlinerküche) noch ein Besuch in der Kirche San Bartolomeo, falls man die Eingangstüre hinter Charlys Bar überhaupt findet. Nächste Woche koche ich ein authentisches Pastagericht aus dem Valchiavenna. Mit Kastanienmehl zubereitet: Tajarìn dulz.
| Die Mera von der Brücke aus | San Bartolomeo bzw. Charly’s Bar |
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Zu den bisherigen, unter dem tag Grenzland erschienenen Einträgen.