Der Kühlschrank war nach den Ferien noch leer: also hungern oder Convenience. Wenn schon, dann Edelconvenience, in einer bis Ende 2007 limitierten Serie von GLOBUS, der im höheren Pressegment fischenden Tochter des Grossverteilers MIGROS. (Obere 2 Bilder von GLOBUS). Ein gefundenes Fressen für mich. In doppelter Hinsicht. Globus versammelt 8 Schweizer “Starköche” (Zitat) mit insgesamt 160 GM-Punkten. Lässt diese unter ihrem Namen Convenience kochen. Das lässt das jeweilige, grosse Konterfei des verantwortlichen Spitzenkochs auf jeder Packung immerhin vermuten. Wirklich gekocht von den Spitzenköchen? Unter Verantwortung und Aufsicht gekocht ? Billigend ? Nur Namengebend ? Solch müssige Interpretationen überlässt die Packung schlauerweise dem hoffnungsfroh in Illusionen schwelgenden Käufer. Auf der Packung steht nur, dass das Gericht ein Schweizer Erzeugnis sei. Davon, dass etwa der Meisterkoch seinen Kochlöffel, oder mindestens seine prüfenden Finger ins Gericht getaucht habe, steht nichts auf den Packungen.
Wir haben 2 Gerichte plus die separat angebotenen Beilagen gewählt und alles in der Mikrowelle vorschriftsgemäss gegart:
| Philip Rochat (19 GM): Geflügelfrikassée mit Tomaten und Oliven, Ratatouille und Thymiankartoffeln | Stefan Meier (17 GM): Fleischvögel nach Grossmutters Art, Tessiner Bramata-Polenta mit Saisongemüse |
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| 2 Plasticschalen, Preis: Fr. 24.30 Fleisch gut, 2 mal Bein, die rund tournierten Kartöffelchen mit Biss, Thymian fast nicht zu schmecken. Ratatouille und Tomaten ziemlich verkocht, Sauce: pampig. Ohne Papiermanschette. | 2 Plasticschalen, Preis: Fr. 25.30 Fleisch gut, 2 Stück, je eine dünne Scheibe Rindfleisch, gefüllt mit gut gewürztem Hackbrät. Gemüse knackig. Mais gut. Sauce: pampig, vermutlich gleiche Grundsauce wie beim Huhn. |
Für rund 31 € erhält man 2 bodenständige Gerichte vom Typus “ordentliche Hausmannstkost”. Die Menge reichte für je 2 Services, also reichlich. Das Rindfleisch hat uns besser gefallen. Insgesamt nicht schlecht, beide gehören zu den besseren der von mir probierten Fertiggerichte. Preise angemessen, die Zutatenliste enthält keine E-nummern und andern Schnickschnack, aber bei mir isst man besser. Wären diese beiden Gerichte repräsentativ für das, was die beiden Köche in ihren Restaurants anbieten, würde ich von einem Besuch der beiden “Starköche” dringend abraten. Stelle ich auf die Kochbücher ab, die beide schon herausgegeben haben, nehme ich an, dass in den beiden Restaurants andere Kost geboten wird.