
Ich habe eine Erfindung gemacht. Sieht aus wie eine Knödelschleuder. Wenn man mit voller Wucht auf die eine Seite mit dem kurzen Hebelarm tritt, wird der auf der Seite mit dem längern Hebelarm liegende Gegenstand weggeschleudert. Richtung Paris versteht sich. Ernsthaft: diese ingeniöse Erfindung dient dazu, die Sonne, die mir in meiner Dachwohnung im Sommer wegen des hohen Sonnenstandes nicht mehr so recht in die Wohnung scheinen will, einzufangen. Mit der langen, nach aussen verschiebbaren Platte kann ich angerichtete Teller im besten Sonnenlicht fotografieren. Vorausgesetzt die Sonne scheint. Professionelle Fotografen machen das mit indirektem Blitz und/oder starken Lampen. Ich arbeite mit Bio-Sonne, ganz Natur. Und bin daher auch vom Bio-Rythmus der Sonne abhängig. Mein Fotoapparat, eine billige japanische Kompaktkamera, macht den Rest ohne mein Zutun. Wenns regnet, sehen meine Fotos halt verregnet aus.
Das ist aber nur eines der Probleme, die ich als Jung-Fotograf zu meistern habe. Bei uns gibts immer zwei Teller: der schöne Foto-Teller mit wenig drauf, weils besser aussieht, und der überfüllte Essteller für Frau L.. Bis ich die Foto im Kasten habe, ist der Foto-Teller kalt und kaum mehr geniessbar. Das ist der wahre Grund, warum ich langsam verhungere und laufend an Gewicht verliere, währenddem Frau L. an Gewicht eher zulegt. Weiss jemand unter den erfahrenen Foodbloggern Rat ? Foodbloggen macht schlank, das steht jedenfalls fest.