Unser Bio-Gemüsegärtner im Gürbetal pflanzt jedes Jahr Barbarella (Hirschhornsalat) an. Die Temperaturen sind zwar etwas moderater geworden, aber immer noch heiss genug, um die Salatverwertung fortzusetzen. Zum hirschhornähnlichen Wildkraut habe ich etwas Rucola, Birnenschnitze und fein gehobelten Sbrinz gemischt. zum Rezept:
Hirschhornsalat (Plantago coronopus, F: Plantain corne de cerf, I: Piantaggine barbarella). Ein robuster, schmackhafter (würzig-nussiger) Salat. Verwandt mit dem Spitzwegerich. In Frankreich und Italien wurde und wird diese Wildpflanze noch häufig kultiviert. Die lanzettenförmigen (hirschhornähnlichen) Blätter werden jung als Salat, im Alter (ich mein die Pflanze) als Gemüse gekocht gegessen. Unser eingekaufter Barbarella war eben an der Grenze zwischen jung und Muuh. Im Frühjahr war er zarter.
Zutaten
3 Handvoll Hirschhornsalat
1 Handvoll wilder Rucola (ich meine den würzigen mit den schmalen Blättern)
2 Birnen (Packham, aus dem fernen Südafrika)
100 g 20-24 monatiger Sbrinz oder junger Parmesan
etwa 10 Baumnusshälften zur Deko
für die Salatsauce:
5 Elf. Olivenöl
5 Elf. Aceto balsamico bianco (Weissweinbalsam von Gölles)
Pfeffer, Salz, etwas Zitronensaft
Zubereitung
(1) Salatsauce mischen
(2) Birnen vierteln, Kerngehäuse entfernen, in feine Scheiben schneiden und mit der Salatsauce marinieren, damit sie nicht anlaufen.
(3) Die gewaschenen Salate trockenschleudern und abwechslungsweise anrichten mit Birnenscheiben und mit dem Sparschäler abgehobelten Sbrinzstreifen.
(4) Mit ein paar Baumnüssen dekorienen und mit der restlichen Salatsauce übergiessen.
Anmerkung
Wer keinen Gärtner hat, der Hirschhornsalat anbaut oder im KaDeWe keinen findet, nehme Rucolasalat. Geht auch.