Rösti, aber perfekt ?

Original: http://lamiacucina.blog/2007/07/07/rosti-aber-perfekt/
Datum: 2007-07-07T05:00:03+02:00
Geändert: 2010-02-21T13:56:31+01:00
Kategorien: Beilagen
Schlagworte: Kartoffel, Rösti

Rösti

Die deutschen Fernsehköche scheinen die Schweizer Kartoffel-Rösti entdeckt zu haben. Keine(r), der/die nicht der Versuchung unterliegt, die Herausforderung anzunehmen. Und irgendwie bringen alle etwas zustande, das nach Rösti aussieht. Das Ergebnis lässt sich immer sehen und schmeckt zweifellos gut. Nur, all die Köche wissen nicht was sie damit Frau L. antun. Frau L. leidet sichtlich darunter, wenn sich ein TV-Koch mit Rösti befasst und die armen Kartoffeln zu irgendwelchen Röstkartoffeln, Kartoffel-Gröstl, Reibekuchen oder Kartoffel-Puffern verarbeitet. Statt still vor sich hin zu leiden, soll sie hier mal in einem Kochkurs erklären, wie eine anständige Schweizer Rösti gemacht wird. Das gilt natürlich nur für unsern Haushalt. Bei den Nachbarn wird die Rösti ganz anders gemacht. Noch perfekter. Noch besser. zum Rezept:

Zutaten
500 g festkochende Kartoffeln (diesmal warens Nicola)
Bratbutter
Salz

Vorbereitung
(1) Am Vortag die Kartoffeln über dem Dampfsieb knapp garen und die Gschwellti frühestens am nächsten Tag zu Rösti weiterverarbeiten. Knapp gegart lassen sie sich besser reiben.
Rösti rohRöstikuchen
Zubereitung
(2) Gschwellti schälen und an der Röstiraffel zu möglichst langen, dicken Streifen reiben. Das geht nur mit einer geeigneten, groben Reibe (wir verwenden die Grobreibe von Rösle). Wer hier schon einen matschigen Brei produziert, kann gleich aufhören und einen Kartoffelsalat nach Rezept Bernd Neuner-Duttenhofer draus machen.
(3) Diese Streifen nochmals etwa 1-2 Stunden, auf einem Teller ausgebreitet antrocknen lassen.
(4) Beschichtete Pfanne auf mittlerer Hitze heiss werden lassen, 2 Elf. Bratbutter hinzugeben, Rösti salzen und in die Pfanne geben und unter gelegentlichem Wenden anbraten (durch das Wenden hat es die angebräunten, knusprigen Streifen auch in der Mitte des Röstikuchens). Nach etwa 10 Minuten mit Hilfe der Bratschaufel einen Röstikuchen formen, ca. 5 Minuten weiterbraten bis sich eine zusammenhängende, knusprige, goldbraune Kruste gebildet hat.
(5) Einen Teller auf den Röstikuchen legen, rasch wenden und wieder in die Pfanne zurückgeben. 1 Elf. Bratbutter zugeben und bei mittlerer Hitze die zweite Seite fertigbacken (Total 20-25 Minuten).

Das Anbräunen kann etwas beschleunigt werden, indem nach dem Wenden am Rand wenig Milch oder Rahm zufliessen lässt. Urchigere Rezepte sehen auch die Verwendung von Schweineschmalz und/oder Speckwürfeln vor. Andere Rezepte, etwas fetter (gschmackiger), auch gut.