Es gibt zweifellos bessere und höher dotierte Restaurants in Neuchâtel. Aber wer schwerbepackt mit Essbarem aus dem Italiener-Laden von Silvio Zanetta herauskommt und Richtung See läuft, dem steht nach 50 Metern ein italienisches Restaurant im Wege: das Banneret (Name vom steinernen Bannerherr in der Bildmitte). Die Fenster warten seit geraumer Zeit auf den Frühjahrsputz. Guter offener Rosso di Montalcino. Leidlich gute Pasta, ich kriege caramelle, gefüllt mit Fleisch, serviert mit kurz angezogenem Rucola und Rohschinken. Signora lamiacucina isst spinacioni, grosse Tortelloni mit Spinat/Ricotta-Füllung an Tomaten-sauce. Der Pastateig ist zu dick, meine selbstgemachten sind dünner. Und trotzdem schmeckt’s mir hier, man darf nicht immer meckern. Und wenn ich hier bin, so bin ich hier und eben nicht zuhause. Schluss.